Franz Schnorbach, Vorstand der GEPVOLT SE, im Interview über das Geschäftsmodell, das Großspeicherprojekt Spremberg und die Anleihe-Emission.
Können Sie die GEPVOLT SE kurz vorstellen?
Die GEPVOLT SE ist ein deutsches Energieinfrastrukturunternehmen mit Sitz in Hilden, das sich auf die Entwicklung und den Betrieb großskaliger Batteriespeichersysteme spezialisiert hat. Das Unternehmen wurde 2021 gegründet und mit einem Eigenkapital von 10,12 Mio. Euro ausgestattet. Wir decken die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Standortidentifikation über die technische Planung bis zum Betrieb der Anlagen.
Wofür sollen die Emissionserlöse verwendet werden?
Die Emission dient der Finanzierung unseres Batterie-Großspeicherprojekts Spremberg in Brandenburg, einer Speicheranlage mit zunächst 12 MW Leistung und 48 MWh Kapazität, die ab 2027 auf bis zu 20 MW bzw. 80 MWh erweitert werden soll. Rund 90 Prozent der Erlöse fließen in die technische und bauliche Realisierung, etwa 5 Prozent in Marketing und Vertrieb und weitere 5 Prozent in Liquiditätsreserve und Betriebsmittel.
Welche Bedeutung hat das Projekt Spremberg?
Für GEPVOLT markiert Spremberg den Übergang von der Projektentwicklung in den operativen Betrieb. Das Projekt befindet sich in fortgeschrittener Umsetzungsphase mit gesichertem Netzanschluss und entsprechenden Genehmigungen. Mit der Inbetriebnahme schaffen wir die Grundlage für Cashflows aus eigens entwickelten Anlagen und eine Referenzbasis für weitere Projekte aus unserer Pipeline.
Was unterscheidet GEPVOLT von anderen Marktteilnehmern?
Vor allem der integrierte Ansatz entlang der gesamten Wertschöpfungskette und unsere Made-in-Germany-Strategie: Mit Ausnahme der Batteriezellen stammen Komponenten und Systemintegration aus Deutschland. Technologisch setzen wir auf eine eigene Systemarchitektur sowie ein selbst entwickeltes Steuerungs- und Energiemanagementsystem. Ab August 2026 planen wir den Übergang in eine skalierbare Serienproduktion an unserem Standort in Hilden.